Eine Betreute öffnet ein Geschenk ©Helfende Hände/Fabian Helmich
Förderstätte

Die Förderstätte von Helfende Hände bietet neben dem Lebensumfeld in Familie oder Wohngruppe einen weiteren Lebens-, Beschäftigungs-, Arbeits- und Lernbereich für erwachsene Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen.

Förderstätte: Den Alltag gestalten

Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen sind beim Erschließen der Lebensbereiche und dem Erweitern ihrer Entwicklungschancen auf Hilfe besonders angewiesen. Hierzu bedürfen sie einer intensiven und individuellen Förderung. Sie haben das Recht auf Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, auf Bildung, Förderung und Unterstützung.

Förderstätte als zweiter Lebensraum für Arbeit und Beschäftigung

Eine abwechslungsreiche Tagesstruktur ist ein Ausdruck des Menschseins. Die Förderstätte bietet die Möglichkeit, den Werktag neben dem privaten Lebensumfeld in der Familie oder im Wohnheim in einem zweiten Lebensraum zu verbringen. Durch die Beschäftigung, das Arbeiten und Lernen sowie durch Lob und Anerkennung wird das Selbstwertgefühl der erwachsenen Betreuten nachhaltig aufgebaut und weiterentwickelt. Zudem fördern zahlreiche Therapie- und Entspannungsmöglichkeiten den Erhalt der lebenspraktischen Fähigkeiten.

Gemeinschaft erleben

Hier lernen, arbeiten und leben Menschen mit individuellen Begabungen, die mit ihren Ausdrucksmöglichkeiten in einem lebendigen Dialog untereinander und mit der Welt stehen. Lebendige Gemeinschaft, gegenseitige Fürsorge, freie Entfaltung der Persönlichkeit und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit finden unter den Betreuten und zwischen den Mitarbeitenden und Betreuten statt.

Die Förderstätte ist in der Regel von Montag bis Freitag geöffnet. Feste Schließzeiten werden an die Eltern und gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer kommuniziert.

Ein Betreuter schneidet Obst mit einem Messer. Eine Therapeutin hilft unterstützend. ©Helfende Hände/Fabian Helmich

Barrierefreie Ausstattung

  • Kapazität: 84 Plätze in 14 Gruppen für jeweils sechs Personen
  • Gruppenräume: Gruppen- und Arbeitsraum mit integrierter Küche, Ess- und Förderbereich, sanitäre Anlagen
  • Funktionsräume: Snoezelen-, Musik-, Holz-, Kunst-, Textil-, Wachs- und Tonräume, großer Mehrzweckraum, Entspannungsraum mit einem Wasserklangbett, Therapieräume, Lehrküche, Aula
  • Außenbereich: Terrasse mit Sitz- und Liegemöglichkeiten, angrenzende Grasflächen mit Baumbestand, Spielgeräte

Fachdienste und Therapien

Mit den hausinternen Fachdienst- und Therapieangeboten werden die Bewohnerinnen und Bewohner individuell gefördert und ihre Eigenständigkeit wird nachhaltig gestärkt. Es ist uns wichtig, die Eltern und gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer zu informieren, zu beraten und unterstützen. Schwere Mehrfachbehinderungen erfordern eine regelmäßige Reflexion des Verhaltens und Befindens der erwachsenen Betreuten. Daher ist das Fachdienst- und Therapieteam im Wohnheim und in der Förderstätte mit diesen Schwerpunkten übergreifend tätig:

  • Anamnese und Diagnostik sowie Handlungsplanung
  • Beratungen zu Neuaufnahmen und Gruppenwechsel
  • Krisenprävention und -intervention
  • Fachberatung

  • Beratung und Unterstützung bei der Erstellung von Förder- und Betreuungsplanungen und von Entwicklungsberichten
  • Schulungen zum Verfahren „Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung“ (HMB-T/W)
  • Fachberatung

  • Sicherstellung der Pflegequalität
  • Schnittstelle zu behandelnden Ärzten und Kliniken
  • Begleitung der Betreuten bei Arztvisiten
  • Fachberatung und Unterstützung u.a. in gesundheitlichen Krisen

  • Individuelle, befundorientierte Einzeltherapien auf neurophysiologischer Basis nach dem Bobath-Konzept und einem Handlungsspektrum an weiteren Therapietechniken
  • Ermöglichung von Handlungskompetenzen und -fähigkeiten
  • Funktionelle Therapie zum Ausbau und Erhalt der motorischen Möglichkeiten
  • Fachberatung bei der Auswahl, Beschaffung und Anpassung von Hilfsmitteln, z.B. Rollstühlen, Sitzschalen, Orthesen und Korsetts
  • Fachberatung bei Transfers, Lagerungen und Positionierung
  • Schwimmangebot
  • Mitwirkung bei tiergestützter Therapie
  • Abhalten von internen Schulungen

  • Förderung der fein- und grobmotorischen Fähigkeiten
  • Basale Stimulation
  • Einzeltherapien u.a. Wasch- und Anziehtraining, Esstraining, Mobilisation
  • Gruppentherapien u.a. Bewegungs-, Koch- und Backgruppe, unterstützte Kommunikation
  • Hilfsmittelversorgung vor allem im Bereich Essen und Trinken
  • Rollstuhlanpassungen
  • Abhalten von internen Schulungen
  • Programmangebote während der Schließzeiten
  • Schwimmangebote
  • Fachberatung u.a. ADL-Training, Schienenversorgung, Transfer, Lagerung

  • Bereitstellung angemessener sprachergänzender oder -ersetzender Kommunikationshilfen, z.B. Tabletcomputer
  • Fachberatung, u.a. Unterstützung bei Hilfsmittelauswahl, Hilfsmittelanpassung (Ansteuerung etc.), Hilfsmittelversorgung, Hilfsmittelbeantragung

  • Hundetherapie
  • Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Reittherapie

Angehörigenbeirat

Der Angehörigenbeirat ist Schnittstelle und Vermittler zwischen der Einrichtung und den Eltern bzw. gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuern. Er setzt sich im Rahmen der Mitwirkungs- und Informationsrechte zum Wohle der Betreuten ein und ist Ansprechpartner für Anliegen der Eltern und Angehörigen im Erwachsenenbereich. Der Beirat wird alle zwei Jahre neu gewählt.

Kontakt: angehoerigenbeirat@helfende-haende.org

Aufnahme in die Förderstätte

Erwachsene Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen, die die Voraussetzungen für eine Beschäftigung in einer Werkstatt nicht erfüllen, finden in der Förderstätte von Helfende Hände eine adäquate Lebens-, Lern-, Beschäftigungs- und Arbeitseinrichtung. Bei Fragen zur Aufnahme, zur Praktikum für den Betreuten, zu den Therapieangeboten oder zur Kostenübernahme wenden Sie sich bitte an die Förderstättenleitung.

Ihre Ansprechpartnerin

Susanne Karber, Leitung Förderstätte ©Helfende Hände/Fabian Helmich

Susanne Karber

Leitung Förderstätte

Telefon
089 829281-0
Helfende Hände gemeinnützige GmbH, Reichenaustraße 2, 81243 München

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