Eine Betreute stubst mir ihren Kopf einen Hund an ©Helfende Hände/Fabian Helmich
Wohnheim

Für Helfende Hände bedeutet Wohnen mehr als „ein Dach über dem Kopf zu haben“. Das Zuhause im Wohnheim spendet Geborgenheit, fördert Selbstverwirklichung und bietet Raum für persönliche Entwicklung.

Wohnheim: Zuhause und Geborgenheit

Gerade für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen ist das eigenständige Wohnen außerhalb des Elternhauses ein Ausdruck von Selbstbestimmung. Das Wohnheim von Helfende Hände unterstützt dies und bietet Bewohnerinnen und Bewohnern ab 18 Jahren ein Zuhause an, in dem Geborgenheit spürbar ist.

Gemeinschaft erleben

Zuhause sein bedeutet, in einer Gemeinschaft zu leben, Zeit für sich selbst zu haben, Besuche von Eltern und Freunden zu empfangen und Entspannung zu finden. Ein wesentlicher Bestandteil ist die gemeinsame Freizeitgestaltung und die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Sie dient nicht nur der Integration von erwachsenen Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen, sondern ist auf die persönlichen und individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt.

Das Wohnheim ist ganzjährig geöffnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an 365 Tagen im Jahr – denn ein Zuhause hat nie geschlossen. Tagsüber finden die Bewohnerinnen und Bewohner in der Förderstätte einen weiteren Lebens-, Beschäftigungs-, Arbeits- und Lernbereich.

Eine Betreute bekommt von einer Betreuuerin beim Einkaufen eine Saftpackung gezeigt ©Helfende Hände/Fabian Helmich

Barrierefreie Ausstattung

  • Kapazität: 54 Plätze in 9 Wohngruppen für jeweils sechs Bewohnerinnen und Bewohner
  • Wohnräume: Gruppenraum mit integrierter Küche, Ess- und Wohnbereich, sanitäre Anlagen, sechs Einzelzimmer für die Bewohnerinnen und Bewohner
  • Außenbereich: Terrasse mit Sitz- und Liegemöglichkeiten, angrenzende Grasflächen mit Baumbestand, Spielgeräte

Fachdienste und Therapien

Mit den hausinternen Fachdienst- und Therapieangeboten werden die Bewohnerinnen und Bewohner individuell gefördert und ihre Eigenständigkeit wird nachhaltig gestärkt. Es ist uns wichtig, die Eltern und gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer zu informieren, zu beraten und unterstützen. Schwere Mehrfachbehinderungen erfordern eine regelmäßige Reflexion des Verhaltens und Befindens der erwachsenen Betreuten. Daher ist das Fachdienst- und Therapieteam im Wohnheim und in der Förderstätte mit diesen Schwerpunkten übergreifend tätig:

  • Anamnese und Diagnostik sowie Handlungsplanung
  • Beratungen zu Neuaufnahmen und Gruppenwechsel
  • Krisenprävention und -intervention
  • Fachberatung

  • Erstellung der Förder- und Betreuungsplanungen
  • Schulungen zum Verfahren „Hilfebedarf von Menschen mit Behinderung“ (HMB-T/W)
  • Fachberatung

  • Sicherstellung der Pflegequalität
  • Grund- und Behandlungspflege
  • Schnittstelle zu behandelnden Ärzten und Kliniken
  • Begleitung der Betreuten bei Arztvisiten
  • Fachberatung

  • Therapiemethoden nach Bobath, Vojta oder Propriozeptive Neuromuskuläre Facilitatio
  • Beratung bei der Auswahl, Beschaffung und Anpassung von Hilfsmitteln
  • Förderung und Erhalt von Bewegungsabläufen
  • Interne Schulungen
  • Atemtherapie
  • Fachberatung

  • Förderung der frei- und grobmotorischen Fähigkeiten
  • Basale Stimulation
  • Einzeltherapien u.a. Wasch- und Anziehtraining, Esstraining, Mobilisation
  • Gruppentherapien u.a. Bewegungs-, Koch- und Backgruppe, unterstützte Kommunikation
  • Hilfsmittelversorgung vor allem im Bereich Essen und Trinken
  • Rollstuhlanpassungen
  • Interne Schulungen
  • Schwimmangebote
  • Fachberatung u.a. ADL-Training, Schienenversorgung, Transfer, Lagerung

  • Bereitstellung angemessener sprachergänzender oder -ersetzender Kommunikationshilfen, z.B. Tabletcomputer
  • Fachberatung, u.a. Unterstützung bei Hilfsmittelauswahl, Hilfsmittelanpassung (Ansteuerung etc.), Hilfsmittelversorgung, Hilfsmittelbeantragung

  • Hundetherapie
  • Kunsttherapie
  • Musiktherapie
  • Reittherapie

Eltern- und Angehörigenbeirat

Der Eltern- und Angehörigenbeirat ist Schnittstelle und Vermittler zwischen der Einrichtung und den Eltern bzw. gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuern. Er setzt sich im Rahmen der Mitwirkungs- und Informationsrechte zum Wohle der Betreuten ein und ist Ansprechpartner für Anliegen der Eltern und Angehörigen im Erwachsenenbereich. Der Beirat wird alle zwei Jahre neu gewählt.

Kontakt: angehoerigenbeirat@helfende-haende.org

Bewohnerfürsprecher

Der Bewohnerfürsprecher ist ein nach der Ausführungsverordnung des Bayerischen Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes vorgesehenes Mitwirkungsorgan. Er nimmt die Mitwirkungsrechte für die Bewohnerinnen und Bewohner (ausschließlich im Wohnheim) wahr und vertritt deren Wohl. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Kontakt: bewohnerfuersprecher@helfende-haende.org

Aufnahme ins Wohnheim

Die Aufnahme von Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung in das Wohnheim von Helfende Hände erfolgt durch eine umfassende und fundierte Beratung der Eltern bzw. gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer. Bei Fragen zur Aufnahme, zur Hospitation, zu den Therapieangeboten oder zur Kostenübernahme wenden Sie sich bitte an die Wohnheimleitung.

Ihr Ansprechpartner

n.n. ©Helfende Hände/Fabian Helmich

N.N.

Leitung Wohnheim

Telefon
089 829281-0
Helfende Hände gemeinnützige GmbH, Reichenaustraße 2, 81243 München
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