Eine Schüler im Rollstuhl sitzt am Tisch. Ein weiter Schüler lacht sie an. ©Helfende Hände/Fabian Helmich
Förderschule und Heilpädagogische Tagesstätte

In der Förderschule und Heilpädagogischen Tagesstätte von Helfende Hände lernen und spielen Kinder und Jugendliche mit schweren Mehrfachbehinderungen im Alter von drei bis 21 Jahren. Schule und Tagesstätte werden in einem integrierten Modell geführt. Das bedeutet, dass beide Einrichtungen organisatorisch, strukturell und personell eng zusammen arbeiten.

Förderschule und Heilpädagogische Tagesstätte: Lernen eröffnet Welten

Um die Kinder und Jugendlichen in ihren individuellen Fähigkeiten zu fördern und deren Bedürfnissen gerecht zu werden, bietet das integrierte Modell beider Einrichtungen einen passenden Rahmen. Ein ausgewogener Wechsel von Aktivitäts- und Ruhephasen in Form von Unterricht und Therapieeinheiten, pädagogischen Gruppenangeboten, fördernder Pflege und Ruhepausen ermöglichen es jedem Einzelnen, sich zu entwickeln und zu lernen.
Die Förderziele werden in einem interdisziplinären Team bestehend aus Lehrerinnen und Lehrern, pädagogischen und therapeutischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in individuellen Förderplänen festgehalten, umgesetzt und regelmäßig angepasst.

Die Welt ist groß

Die Gemeinschaft und das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ist uns wichtig. Gemeinsame Aktionen, Unterrichtsstunden und Begegnungsmöglichkeiten mit Menschen außerhalb der Einrichtung werden durch die Schulkooperationen u.a. mit umliegenden Grundschulen ermöglicht. Integrationsmaßnahmen wie die jährlichen Schullandheimfahrten fördern die Eigenständigkeit außerhalb des Elternhauses und stärken die soziale Teilhabe und persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.

Öffnungstage und Beförderung

Die Öffnungstage der Förderschule richten sich nach den bayerischen Schulferien. Die Heilpädagogische Tagesstätte ist teilweise zusätzlich auch in den Ferien geöffnet. Die Schließzeiten werden Anfang des Schuljahres an die Eltern und Erziehungsberechtigten kommuniziert. Die Busbeförderung der Kinder und Jugendlichen erfolgt mit einem zertifizierten Fahrdienst von Tür zu Tür.

Ein Schüler liegt auf dem Bauch. Eine Therapeutin stützt seine Schultern ©Helfende Hände/Fabian Helmich

Barrierefreie Ausstattung

  • Kapazität: 74 Plätze in 12 Klassengruppen für jeweils sechs bis sieben Kinder und Jugendliche (zwei Vorschulgruppen, Grund- und Hauptschulklassen, zwei Berufsschulgruppen)
  • Klassen- und Gruppenräume: Klassen- und Gruppenräume mit integrierten Küchen, Ess- und Förderbereichen, sanitäre Anlagen
  • Funktionsräume: große Aula, Mehrzweckraum, Werk- und Musikräume, Entspannungs-/Snoezelenraum mit einem Wasserklangbett, separate Therapieräume, Lehrküche
  • Außenbereich: großzügiger Garten mit Baumbestand, Spielgeräte wie Rollikarussell, Schaukeln, Rutsche und Wasserspielplatz

Von der Schulvorbereitenden Einrichtung bis zur Berufsschulstufe

Schulvorbereitende Einrichtung: Ab dem Alter von drei Jahren beginnt mit dem Eintritt in die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt außerhalb des Elternhauses. Unser Team sorgt für eine behütete Umgebung zum Wohlfühlen und Eingewöhnen und orientiert sich bei der Förderung am Entwicklungsstand des Kindes.

Grund- und Mittelschulstufe: Ab sechs Jahren werden die Kinder eingeschult. Sie besuchen bis zum 9. Schuljahr die Grund- und Mittelschulstufe. Die Schülerinnen und Schüler werden nach ihren individuellen Möglichkeiten in differenzierten Klassen- und Kleingruppenangeboten in Förderschule und Heilpädagogischer Tagesstätte unterrichtet und gefördert. Sie können so in aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt Lernerfahrungen sammeln.

Berufsschulstufe: Während der dreijährigen Berufsschulstufe im 10. bis 12. Schuljahr werden die Schülerinnen und Schüler auf den nächsten Lebensabschnitt – den Übergang in das Leben als Erwachsene – vorbereitet. Zur Vorbereitung in das Arbeitsleben werden an Praxistagen Arbeitsabläufe aus Handwerk und Dienstleistung in einfacher Form erprobt. Wir arbeiten nach dem bayerischen Lehrplan für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und dem Lehrplan für die Berufsschulstufe.

Fachdienste und Therapien

Zusätzlich zu den pädagogischen Angeboten unterstützen die hausinternen Fachdienst- und Therapieangebote die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung. Der interdisziplinäre Ansatz unserer Therapien berücksichtigt die individuelle Situation jedes Kindes in seinem gesamten Lebensumfeld und soll ihm ermöglichen, Handlungen im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten für den Alltag zu erlernen. Größtmögliche Selbständigkeit und Selbstbestimmung sind dabei unsere obersten Ziele. Auch die Information, Beratung und Unterstützung der Eltern und Erziehungsberechtigten ist uns ein großes Anliegen.

Für unsere Kinder und Jugendlichen mit schweren Mehrfachbehinderungen stehen gruppenübergreifend Fachdienste für Therapie und Beratung zur Verfügung, insbesondere:

  • Beratung und Unterstützung bei der Begleitung der Entwicklungsschritte
  • Heil- und sonderpädagogische Einzel- und Gruppenförderung
  • Krisenintervention
  • Beratung, Begleitung und Unterstützung der Eltern
  • Beratung und Begleitung bei Neuaufnahmen
  • Netzwerkarbeit u.a. mit Kinderärzten, Sozialpädiatrischen Zentren und Kliniken, Pädiatrischer Palliativmedizin, Pflegediensten, Frühförderstellen und Sozialdiensten

  • Neurophysiologische Behandlungen nach Bobathfunktionelle Bewegungslehre nach Klein-Vogelbach
  • Atemtherapie
  • Manuelle Therapie
  • Craniosacrale Therapie
  • Dreidimensionale Fußtherapie nach Zukunft-Huber
  • Fachberatung u.a. bei der Auswahl und Anpassung von Hilfsmitteln

  • Neurophysiologische Behandlung nach Bobath
  • Sensorische Integration nach J. Ayres
  • Wahrnehmungsförderung
  • Basale Stimulation
  • Fachberatung u.a. bei der Auswahl und Anpassung von Hilfsmitteln

  • Unterstützte Kommunikation
  • Ess- und Schlucktherapie, z. B. FOTT
  • Orofaciale Regulationstherapie nach Castillo Morales
  • Basale Stimulation
  • Fachberatung u.a. bei der Auswahl und Anpassung von Hilfsmitteln

Elternbeirat

Der Elternbeirat ist die gewählte Vertretung der Erziehungsberechtigten und vertritt deren Interessen im kooperativen Austausch mit der Einrichtung.

Kontakt: elternbeirat@helfende-haende.org

Aufnahme in die Förderschule/Heilpädagogische Tagesstätte

Die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit schwerer Mehrfachbehinderung erfolgt durch eine umfassende Beratung der Eltern. Bei Fragen zum Kennenlernen der Einrichtung, zur Hospitation der Eltern, zur Aufnahme und zu den Therapieangeboten wenden Sie sich bitte an die Förderschul- und Tagesstättenleitung.

Ihre Ansprechpartnerin und Ihr Ansprechpartner

n.n. ©Helfende Hände/Fabian Helmich

Angelika Hillreiner

Leitung Förderschule

Telefon
089 897050-0
Helfende Hände gemeinnützige GmbH, Köferinger Straße 20, 81249 München
Florian Segieth, Leitung Heilpädagogische Tagesstätte ©Helfende Hände/Fabian Helmich

Florian Segieth

Leitung Heilpädagogische Tagesstätte

Telefon
089 897050-0
Helfende Hände gemeinnützige GmbH, Köferinger Straße 20, 81249 München

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